Beschützt

Als ich fünf Jahre alt war, schickten mich meine Eltern zum Schwimmkurs, ich sollte das Seepferdchen machen. Noch heute habe ich die Bilder im Kopf, von diesem riesigen Becken mit dem tiefen Wasser, dem unendlich weit entfernten Beckenrand und dem übermächtigen Bademeister, der uns unerbittlich angetrieben hat. Ich mochte es wirklich nicht, ganz und gar nicht.

Ich selbst verlange wohl von meinen eigenen Kindern heute auch Dinge, die sie nicht gerade toll finden. Wenn ich immer wieder auf denselben Dingen herumreite, sehe ich natürlich auch, dass sie die Augen verdrehen. Trotzdem versuche ich sie zu ermutigen, dass sie an sich selbst glauben und auch schaffen können.

Was als Kind eine 25m-Bahn bedeutet, wurde im Laufe der Jahre immer bedeutungsloser. Heute habe ich keine Angst mehr vor dem Bademeister, aber dennoch fühle ich mich manchmal immer noch wie die Fünfjährige, die im tiefen Wasser der Übermächte treibt und den Beckenrand wohl niemals erreichen wird.

„Gott beschützt Dich“ – Dies schrieb mir vor ganz schön langer Zeit jemand, der es wirklich wissen muss. Ich denke, Gott mutet uns nichts zu, was wir nicht mit seiner Hilfe schaffen können. Wie im Schwimmbad, der Sprung ins Ungewisse, reicht die Kraft noch aus, und werde ich das jemals alles hinkriegen?

Den Glauben dürfen wir nicht verlieren, und sollten immer darauf vertrauen, dass wir nicht alleine durch alle Schwierigkeiten müssen. ER ist an unserer Seite und lässt uns nicht im Stich. Wenn wir ihm treu bleiben, ist er uns näher, als wir denken.

Ich wünsche Euch ein kraftvolles Wochenende, Mut und Zuversicht!

Eure Sabine

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Sabine Patatzki

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