Der rote Faden

Nach dem Sommer kommt der Herbst – dies ist jedes Jahr so und entspricht nun mal den Gesetzmäßigkeiten der Natur. Der Lauf der Jahreszeiten – ein immer wiederkehrender Zyklus durch die Zeit. Wie der rote Faden durch unser Leben eine ewig währende Fortschreibung unserer Existenzgeschichte ist. Dieser entspricht den gerechten Gesetzmäßigkeiten der göttlichen Vorsehung.

Momentan läuft die Transit-Sonne durch mein 12. Haus, demnächst wird sie also wieder einmal meinen AC passieren. Für mich ist dies auch immer ein Anlass für ein bewusstes Hinschauen, denn im Transit durch die Häuser wird die Sonne in den nächsten 12 Monaten im neuen Zyklus erneut die einzelnen Bereiche meiner Radix durchlaufen, dabei auch immer wieder die grundlegenden Themen im Horoskop beleuchten. Man muss sich dann entscheiden: Will man sich lieber gemütlich in der Sonne aalen – oder aber sich mit ihrem Licht und somit mit seinen eigenen Schattenseiten auseinandersetzen? Das Licht zeigt auf, macht sichtbar, ruft ins Bewusstsein: das kann tatsächlich ziemlich unbequem sein. Was wir aber dann daraus machen, liegt allein an uns, denn der rote Faden läuft ja stillschweigend mit. Wir selbst sind es, die ihn spinnen. Wohin er uns führt bestimmt dann die Zukunft unserer weiteren Existenzgeschichte.

„Don’t throw your lifelines away“ …

In meinem jetzigen Menschenleben bin ich gefühlt auch im Spätsommer angekommen. Mehr und mehr fühle ich, wie ich meine Zeit nicht einfach verschwenden darf mit Sinnlosigkeiten. Dankbar kann ich sein für Menschen, die mich aus dem Tiefschlaf geholt und „auf die Schiene gesetzt“ haben – nur gehen muss man schon selbst! Dankbar sein darf ich erst recht für mein Leben, denn es ist Gottes Geschenk an mich. Was für ein kostbares Geschenk! Es entspricht exakt dem, wie der rote Faden aus der Vergangenheit weitergesponnen wurde. Auch wenn man einiges gerne anders hätte – die Herausforderung anzunehmen und ein tiefes Verständnis für diese Gesetzmäßigkeiten aus der Vergangenheit heraus zu entwickeln, so dass man ein klares Bewusstsein für die zukünftigen Weichen und die Konsequenzen seiner Handlungen bekommt – das ist Leben, wie ich es heute verstehe.

Der Herbst setzt auch bereits die Weichen für die tiefgreifende Transformation in der Natur. Auch wenn wir uns jetzt noch so gar nicht damit beschäftigen wollen: Die Blätter an den Bäumen werden sich in wenigen Wochen verfärben, bis sie dann endgültig absterben und abfallen, damit im neuen Jahr wieder neues Leben daran erwachen kann – stirb und werde – das ist der unausweichliche Zyklus! Aktuell dürfen wir aber noch hoffentlich eine Weile die schönen Sonnenstrahlen und das gute Wetter genießen – dabei wünsche ich Euch eine gute Zeit und nur das Allerbeste!

Eure Sabine

Sabine Patatzki

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