Erkenntnis

Mit der Erkenntnis ist das so eine Sache. Viele meinen, mit einem guten Numerus Clausus oder gar Studienabschluss hätte man schon die Weisheit mit Löffeln gefressen. Fakt ist aber, dass man das Wesentliche, die Wahrheit, niemals in der Schule oder an der Uni gelehrt bekommt. Die Wahrheit wird am liebsten unter den Tisch gekehrt, weil das Licht auch in die dunkelsten Ecken leuchtet und das Böse aufdeckt. Möglichst niemand soll von ihr erfahren.

Selbstverständlich müssen wir insofern natürlich grundsätzliche Dinge lernen, um unseren irdischen Verpflichtungen nachkommen zu können. Wenn wir aber erst einmal erkannt haben, wie wir mit unseren Talenten, die wir von Gott bekommen haben, für IHN und in seinem Namen wirken können, dann haben wir schon eine gewisse Entwicklung gemacht. Denn darüber hinaus zeigt uns unser Glaube einen ganz anderen Weg. Dieser bringt auch eine Erkenntnis, nämlich die, dass damit auch Opferbereitschaft einhergeht. Wen wir bislang als Freund bezeichnet haben, der wendet sich vielleicht von uns ab. Was ist uns wichtiger? Den Weg, den wir eingeschlagen haben, weiter zu gehen, oder uns weiter der bequemen Illusion hinzugeben, Geld/Karriere/Macht/Kommerz an erster Stelle? Lassen wir uns weiter beeinflussen oder sind wir stark genug für unseren eigenen Weg, der Sonne (=Gott) entgegen.

Der wahre Lehrmeister ist die Schule des Lebens, die uns zeigt, dass ein rein wissenschaftsorientiertes Denken uns vom richtigen Weg wegführen kann. Fakten werden bewusst manipuliert, um damit Macht zu demonstrieren und uns von Gott abzubringen. Verlassen wir uns nicht aber in wichtigen Dingen eher auf unser Bauchgefühl, unsere Intuition, unser Gewissen – unseren Glauben? Die Weisheit kommt dann mit der Wahrheit – auch wenn uns diese zunächst bitter erscheinen mag, so ist sie doch die echte Erkenntnis über den Sinn des Lebens. Wir erkennen, dass wir uns früher etwas vorgemacht haben oder blind durchs Leben gestolpert sind. Die Leere weicht, und Erfüllung wird uns zuteil.

Eine Erkenntnis ist sicher: Gott ist mitten unter uns, wir können sogar jeden Tag von ihm lernen. Mit dem Verstand ist dies nicht zu begreifen. Alleine unser Glaube sagt uns: Niemals werden wir ganz alleine dastehen, solange wir auf SEINE Liebe bauen.

Gott sei vor dir

Gott sei vor dir, wenn du den Weg nicht weißt.
Gott sei neben dir, wenn du unsicher bist.
Gott sei über dir, wenn du Schutz brauchst.
Gott sei in dir, wenn du dich fürchtest.
Gott sei um dich wie ein Mantel, der dich wärmt und umhüllt.
(Aus Irland)

Sabine Patatzki

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