Hingabe

Wir alle haben unsere Aufgabe im Leben. Dies zu erkennen und danach auch zu wirken, das stellt uns vor eine ganz schöne Herausforderung, besonders, wenn wir – zum Beispiel in jungen Jahren – noch reichlich unbekümmert durchs Leben gehen. Von Verantwortung will man meist nichts wissen, verlässt sich gerne auf andere, und wenn es nicht so gut läuft, sieht man die „Schuld“ dafür auch ungern bei sich selbst.

Mit den Jahren wird man reifer, sammelt Erfahrungen und Erkenntnisse, die für den Lebensweg essentiell sind. Das nimmt einem die Aufgabe nicht gleich von den Schultern, aber gibt Weisheit, bringt Begegnungen mit Menschen, die wichtig werden und uns vielleicht sogar begleiten, Impulse.

Schon im Kleinen können wir an unseren Aufgaben des Alltags schier verzweifeln, seien sie zu viel, zu schwer oder scheinen unmöglich zu bewältigen. Es bringt gar nichts, unliebsame Dinge bis ultimo hinauszuzögern. Einholen werden sie uns so oder so, ganz in Saturn-Manier muss man sich daran abarbeiten. Auch am Ende unseres Lebens werden wir uns fragen müssen, ob wir uns unserer Aufgabe gestellt haben, was wir aus unserem Leben gemacht haben.

Das „zufällige“ Aufblättern des Kalenders im Büro brachte mir heute den Spruch vom Beitragsbild. Nicht aufgeben, ist die Devise, sondern sich hingeben. Keiner kommt mit einem Schicksal zur Welt, welches er nicht auch meistern kann. Unserem Schicksal entkommen wir nicht.

Der Fluss des Lebens plätschert nicht immer so harmonisch vor sich hin. Wenn uns alles noch so schwer vorkommt, brauchen wir jemanden, bei dem man sich anlehnen kann, bei dem man Ruhe und Trost finden kann, bei dem man ganz man selbst sein kann. Gott ist für uns da, nicht nur in schlechten Zeiten, sondern alle Tage unseres Lebens. Ihm können wir uns ganz hingeben.

Sabine Patatzki

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