Verbundenheit

Man hat sich noch nie persönlich gesehen, man hat noch nie miteinander gesprochen – und doch gibt es da diese Menschen auf der Welt, mit denen fühlt man sich einfach verbunden. Woher kommt diese Vertrautheit? Wann stimmt die sprichwörtliche Chemie?

Es ist wohl in allererster Linie die Tatsache, dass man sich verstanden fühlt. Augenscheinlich hat man vielleicht absolut gar nichts gemeinsam: man befindet sich in unterschiedlichen Lebensumständen, wohnt hunderte von Kilometern auseinander – vielleicht sogar gänzlich in einem anderen Land – und doch findet man sich und hat sich sogar trotz all dieser Differenzen „etwas zu erzählen“. Es muss also einen gemeinsamen Nenner geben – etwas oder jemanden, der eine Verbindung schafft und aus unterschiedlichen Schicksalen eine Gruppe von Weggefährten, Gleichgesinnten – ja, vielleicht manches Mal sogar Freunden – macht.

Gott verbindet und der Glaube hält uns zusammen!

Ich habe mich in den letzten Wochen viel mit Zitaten beschäftigt. Zitate, die teilweise jahrhundertealt sind. Warum aber empfinde ich diese Aussprüche auch heute noch als bereichernd? Wenn man weiß, dass der Geist ewig lebt, dann kann man es sich sehr gut erklären, dass diese Weisheiten über die körperliche Lebensdauer fortgeschrieben werden und sie somit zeitlos macht. Das Wesen und Wirken dieses Geistes wird durch alle Zeiten getragen. Auch wenn die Wahrheit heutzutage nicht gerne gehört wird – das Licht wird sie dennoch zu gegebener Zeit aufdecken. Der Weg dahin wird allerdings kein Spaziergang werden, ganz im Gegenteil.

Ja, tatsächlich, es gibt diese Menschen, die hat man noch nie persönlich getroffen und man hat noch nicht einmal mit ihnen gesprochen. An der Hand von jenen, die auf dem Weg schon deutlich weiter sind und einen liebevoll unterstützen, kann man seine Fehler zwar nicht ungeschehen machen – sehr wohl aber es HIER und JETZT versuchen, besser zu machen, damit der gemeinsame Nenner immer größer wird. Es ist eine wunderbare Bereicherung, jeden Tag dazuzulernen – dafür empfinde ich große Dankbarkeit!

Sabine Patatzki

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