Versöhnung

Die Zeiten sind momentan wahrlich nicht einfach. Daher hat es meine Seele heute besonders erfreut, so viel von der Liebe zu lesen.

Noch einmal teilen möchte ich hier den heutigen Beitrag von Roswitha Faist.

Gott kennt unser Herz genau. Wir selbst kennen es auch, wenngleich wir auch oft genug dazu verleitet sind, es zu leugnen. Wie schmerzhaft es doch ist, wenn wir manchmal zu stolz sind. Zu stolz, um einen Schritt auf den anderen zuzugehen. Zu stolz, um zu verzeihen. Obwohl wir doch eigentlich längst wissen, dass wir auf dem falschen Weg sind. Und wir wissen auch, dass nicht nur wir selbst, sondern auch der andere darunter leidet. Aber es gehört eine ganze Portion Überwindung dazu, sich dies nicht nur einzugestehen, sondern auch in Taten umzusetzen und entsprechend umzukehren. Wenn es uns noch schwer fällt, dann brauchen wir Gottes Führung. Im Gebet können wir diese erbitten, und in seiner Liebe wird er sie uns ganz sicher schenken.

Im Rahmen der Beichtvorbereitung für die Erstkommunionkinder wird oft das Gleichnis vom verlorenen Sohn aus dem Lukas-Evangelium besprochen. Dort erfahren wir, dass die Liebe alles überwinden kann. Wenn Gott zu uns spricht und wir auf seine Stimme hören, dann spüren wir, dass sich alles auf seiner Liebe gründet. Wie heilsam es ist, Buße zu tun, sich zu überwinden, sich auszusöhnen – und dann wieder gemeinsam in eine Richtung zu schauen, das lehrt uns seine Liebe. Alles andere kommt erst danach.

„Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen.

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.“

(1 Joh 4,16)

Sabine Patatzki

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