Von Träume(r)n und Illusion(ist)en

Als Kind träumte ich von endlosen Sommerferien, in denen ich nichts anderes wollte, als mit meinem grünen Fahrrad zusammen mit meinen Freunden durch die Gegend zu fahren. Später träumte ich von fernen Ländern, die ich bereisen wollte. Aber mit den Jahren lernt man seine Lektionen und zahlt auch hier und da mal reichlich Lehrgeld. Der ein oder andere Traum ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Warum es vielleicht mal nicht so geklappt hat, wie man es wollte – dafür kriegt man oft keine Erklärung, oder manchmal erst viel später – oder vielleicht sogar erst im nächsten Leben.

Träume und Illusionen – ein klassisches Neptunthema. Ein Traum, vielleicht eine Vision, ein Ziel, etwas, an das ich mich erinnere und es als Bild sehe, aber auch eine Hoffnung und Perspektive! Aber je nachdem, wie sich Neptun verwirklicht, kann sich ein Traum auch schnell als Illusion herausstellen, ein blauäugiges Hirngespinst, eine Nebelkerze. Und nicht zuletzt steht Neptun negativ auch für Sucht. Es gibt natürlich auf der anderen Seite auch die, die uns gerne Sand in die Augen streuen oder mit schönen Bildern eine heile Welt vorspielen wollen.

Nicht umsonst heißt es im Vaterunser „DEIN Wille geschehe“. Die ein oder andere Enttäuschung habe ich viel besser wegstecken können, indem ich verstanden habe, dass Gott etwas anderes für mich im Sinn hatte. Ich kann ja auch nicht einfach an der Sanduhr rütteln, in der Hoffnung, dass ein ganz bestimmtes Körnchen genau dann nach unten fällt, wenn ich es will. Nein, es passiert alles genau dann, wann es dazu bestimmt ist. Und überhaupt: was habe ICH schon groß zu melden?

Ein Jahr ist schnell vorüber …

Ja, ein Jahr ist schnell vorüber, und viele Jahre sind gefühlt noch viel schneller vorüber. Auch jetzt habe ich noch Träume, und die kann mir keiner nehmen. Wenn ich heute eine Eingebung habe, würde so mancher dies vielleicht als Hirngespinst abtun. Aber ich weiß, dass Gott durch den Heiligen Geist zu mir gesprochen hat. Aus dem Nichts kam das ganz sicher nicht! Und was immer daraus gelingt, empfinde ich als großes Geschenk. Egal wie alt wir sind, wir bleiben immer Kinder Gottes!

Mein Fahrrad von damals gibt es nun schon lange nicht mehr, jedoch liebe ich es bis heute, durch die Natur zu radeln. Aber da gibt es bereits die nächste Generation. Unsere Kinder wurden uns von Gott anvertraut, für sie haben wir die Verantwortung übernommen. Bleiben wir in Gottes Hand! Damit sie auch wirklich Kinder sein dürfen, und träumen können von grünen Fahrrädern und endlosen Sommerferien…

Musikbeitrag: Münchener Freiheit – „Solang‘ man Träume noch leben kann“

Sabine Patatzki

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